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FC Bayern München - AC Florenz (21.10.2008)
Mittwoch, 22. Oktober 2008
Auch beim Europapokalheimspiel gegen den AC Florenz führte die Münchner Polizei ihre Einschüchterungs- und Verbotsstrategie weiter fort. 
Als einige Fans vor dem Spiel ein Bündel mit Fahnen, die der in München ohnehin sehr geringen genehmigten Länge von 1m entsprechen ins Stadion bringen wollen, erscheint zunächst das, zuletzt wegen des brutalen Vorgehens beim Münchner Amateurderby in die Schlagzeilen geratene USK und kündigt an, die Fahnen aus Gründen der Gefahrenabwehr das Spiel über konfiszieren zu wollen. In den Augen der Münchner Polizei stellen einige Fahnen in einem Fußballstadion scheinbar bereits eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung dar, so dass tatsächlich Maßnahmen zur „Gefahren“abwehr ergriffen werden sollen – ein weitere von vielen Beispielen für die fanfeindlichen und übertriebenen Beschränkungen und Reglementierungen, die im Münchner Polizeipräsidium Woche für Woche erdacht werden. 
Nachdem selbst die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes feststellen, dass die Fahnen den Vorgaben der Stadionordnung entsprechen, dürfen die Fans diese doch noch mit ins Stadion nehmen, jedoch nicht ohne dass die Fahnenträger ihre Personalien abgeben dürfen. Da besagte Fahnen in den Augen der Polizei den sicheren Ablauf der Veranstaltung scheinbar gefährden ist davon auszugehen, dass auch die Namen dieser „Gefährder“ in der „Datei Gewalttäter Sport“(mehr Infos) gespeichert werden. 
Am Eingang zu den Blöcken der Südkurve sollen die Fahnen schließlich nochmals vom Ordnungsdienst kontrolliert werden und die Fans werden ganz gezielt bedroht, dass der Fanblock durch die Polizei gestürmt werden würde, wenn auch nur eine Fahne zu sehen wäre, die in den Augen der Polizei die vorgeschriebene Stocklänge von nur 1m überschreitet.
Seit Wochen führt die Münchner Polizei einen in Deutschland beispiellosen Privatkrieg gegen Fans des FC Bayern und ist sich hierbei nicht zu schade, selbst unter den fadenscheinigsten Vorwänden riesige Polizeiaufgebote aufzufahren, Fans zu schikanieren, zu bedrohen und zu kriminalisieren – seien es nun Aufkleber, kritische Spruchbänder oder „zu lange“ Fahnen – aus jedem sich bietenden Grund wird in München regelrecht Jagd auf Jugendliche und Fußballfans gemacht, die versuchen sich kreativ zu betätigen, ihrer Leidenschaft Ausdruck zu verleihen und ihre Meinung zu sagen. Aber wahrscheinlich fällt im Polizeipräsidium München selbst das alles schon unter „Gefahrenabwehr“.

ProFans München