| FC Bayern München - FC Schalke 04 (07.12.2009) |
| Montag, 30. November 2009 | |
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Bei der Partie von unserem FC Schalke 04 in München hing mal wieder das bekannte „Stasi 2.0“-Banner, welches in der jüngeren Vergangenheit schon für Aufsehen in den deutschen Stadien sorgte. Beim besagten Spiel kam es mal wieder dazu, dass sich die Polizei aus Bayern am erwähnten Lappen störte, im Gästeblock ein Abhängen forcierte und demnach in der Halbzeitpause gewaltsam dieses Vorhaben durchsetzen wollte. Die handvoll Uniformierten erkannten im Gästesektor relativ schnell die Aussichtslosigkeit dieser Aktion und zogen sich rasch wieder zurück, da viele Schalker dieses unnötige Eindringen als bewusste Provokation seitens der Polizei ansahen und völlig richtig handelten. An dieser Tatsache erkennen wir, dass durch das ganze Theater bezüglich der sogenannten „Schäublone“ ein Umdenken der Fans stattgefunden hat und so ziemlich jeder versteht, dass die Fans im Recht sind, schließlich ist die Meinungsfreiheit eines der wichtigsten Grundwerkzeuge in Deutschland. Wir werden selbstverständlich weiterhin auf die bestehenden Formen der Überwachung hinweisen und diese kritisch hinterfragen, selbst wenn sich auf dem Sessel des Innenministers nun eine andere Person räkelt. Beim Abmarsch war schnell zu erkennen, dass die Staatsmacht nicht locker lassen wollte, das USK präsentierte sich abermals als schlechter Verlierer und versuchte ständig zu provozieren, Einsatzkosten müssen schließlich gerechtfertigt werden. Leider musste eine Einzelperson, welche das gesuchte Banner im Stadion von der Brüstung abnahm, den Kopf hinhalten, da es sich um eine mögliche Beleidigung des neuen Finanzministers handeln könnte, ja wohlgemerkt „könnte“. Als die Personalien aufgenommen waren und das Beweisstück nicht auffindbar war, zauberten die Ordnungshüter einen neuen Tatbestand aus dem Hut, nämlich der angebliche Raub einer Münchener Zaunfahne. So wurden vier Busse samt Insassen durchsucht, vom „Corpus Delicti“ keine Spur, welch Wunder. Um die Schikane abzurunden, sollten nun die Daten des angeblichen Besitzers der „Schäublone“ erneut aufgenommen werden und ein zweites Mal wurde das Gefährt durchforstet, das Fass war damit endgültig übergelaufen und insbesondere die Fahrer kochten aufgrund der unnötigen Überstunden. Als wir kundtaten, dass 180 Ultras die Nacht in München verbringen werden, sollte unser Freund tatsächlich die Nacht im Polizeigewahrsam verbringen müssen, sorgte beim Einsatzleiter für ein Umdenken, von einer Verhaftung war keine Rede mehr und unser Weggefährte wurde vorgefahren, so dass wir mit über 90 Minuten Verspätung als letzte Busse den Parkplatz verlassen konnten. Auf Schimpftiraden in Richtung der Staatsmacht verzichten wir an dieser Stelle, das Verhalten der Polizei in Bayern und der szenekundigen Beamten aus Gelsenkirchen dürfte jedem vor Augen führen, dass es nicht mehr um eine effektive Strafverfolgung geht, sondern das persönliche Interessen im Vordergrund stehen, es um die Sicherung von Macht geht und dem Volk eine massive Gefahr vorgegaukelt werden soll. Wir möchten mit diesem Beispiel, welches sich wahrscheinlich in ähnlicher Weise jeden Spieltag bundesweit abspielt, an alle anderen Fans appellieren, dass Aufmerksamkeit in Bezug auf unseren gemeinsamen Feind immer wichtiger wird, wir dürfen uns nicht durch Nichtigkeiten provozieren lassen und dürfen der Staatsmacht keine Angriffsfläche bieten. |