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Augsburger EV - EHC Wolfsburg (06.12.2009)
Dienstag, 8. Dezember 2009

In der zweiten Drittelpause des DEL-Spiels Augsburg gegen Wolfsburg machten sich zwei Besucher der Fankurve auf ihren obligatorischen Gang zum Nachwuchsstand des AEV auf der anderen Seite des Stadions um hier etwas zu trinken zu kaufen. Nach wenigen Metern auf dem Rundgang um die Eisfläche wurde einer der beiden von einigen Ordnern sowie der anwesenden Polizei umringt und aus dem Stadion geleitet. Es wurde dem Fan weder ein Grund für die Maßnahme genannt und auf nochmalige Nachfrage der zweiten Person warum sein Begleiter jetzt des Stadions verwiesen wird, wurde diese ebenfalls von der Polizei zum Ausgang gebracht. Außerhalb des Stadionbereiches wurden von den beiden Personalien aufgenommen, sogar Fotos gemacht und eine komplette Leibesvisitation durchgeführt. Warum dies alles so geschah war den zweien bis dato immer noch unbekannt, da die Polizei weiterhin keinen Grund für ihr Handeln nannte. Außerdem nahmen die Polizisten den beiden vorübergehend ihre Dauerkarten ab. Nach all dem erfuhren sie dann, dass ihnen vorgeworfen wird in der ersten Pause einen anderen Fan im Gästeblock bedroht zu haben, ihm Schläge angedroht wurden und er angeblich von ihnen aufgefordert wurde das Stadion zu verlassen. Ebenso wurde ihnen eröffnet, dass dieser Vorwurf jetzt eine Anzeige wegen Nötigung und Erpressung sowie einen Platzverweis für den Rest des Spieles und vermutlich auch ein längerfristiges Stadionverbot zur Folge haben wird. Nachdem die Anschuldigungen nun endlich bekannt waren, erinnerte sich der zuerst abgeführte daran in besagter Drittelpause zwei Personen mit gelben Schals im ansonsten leeren Gästeblock auf ihre Herkunft angesprochen zu haben. Grund war schlicht und einfach, dass er wissen wollte woher die beiden denn seien, da ja die Farbe der Schals nicht auf Anhänger des EHC Wolfsburg schließen ließen, von denen an diesem Abend sowieso keine im Curt-Frenzel-Stadion anwesend waren, die sich durch Fanutensilien zu erkennen gaben. Diese Gegendarstellung wurde von den Polizeikräften mehr oder weniger ignoriert und der zweite abgeführte Fan konnte nur sagen, dass er sich in der ersten Pause niemals am oder im Gästeblock aufgehalten hatte, was vermutlich durch die Polizei anhand der ständigen Videoüberwachung der Fankurve während der Partie nachzuvollziehen gewesen wäre und er schon vorab als unschuldig hätte gelten können. Ein Freund der beiden der die Situation mitbekommen hat, kam im Anschluss an die Partie mit den angeblich genötigten Personen, die sich mittlerweile als Füssener Eishockeyfans herausgestellt hatten, aus dem Stadion. Ein kurzes Gespräch der AEV-Fans mit Füssenern ergab, dass die Gäste von der Polizei gefragt wurden, ob sie gegen die beiden AEV-Fans Anzeige erstatten wollen, was von diesen verneint wurde, da ihnen ja auch kein Grund hierfür bekannt war. Nach diesem Gespräch gingen beide Parteien nochmals zur Polizei und die beiden Füssener bezeugten bei den Einsatzkräften, dass die Augsburger sie weder bedroht noch genötigt hätten und die angeblichen Aussagen so niemals getroffen wurden. Kurz nach dieser Aussage wurde den des Stadions verwiesenen AEV-Fans dann durch die Polizei mitgeteilt, dass die Sache sich jetzt doch erledigt habe.

Nach alle dem seien zwei Fragen erlaubt:
1. Wie kommen die anwesenden Ordnungshüter überhaupt auf solche Anschuldigungen, von denen nicht mal den angeblich geschädigten Personen etwas bekannt ist?
2. Wie kann es sein, dass unter den vermeintlichen Tätern eine Person ist die während des Spiels niemals auch nur den geringsten Kontakt zu den Fans aus Füssen hatte und daher bis zuletzt nicht wusste um was es denn überhaupt geht?

 PRO Fans Augsburg