| Düsseldorfer EG - Augsburger EV (30.12.2009) |
| Mittwoch, 6. Januar 2010 | |
|
Am 30.12.2009 kam es beim DEL-Spiel des Augsburger EV gegen die DEG im Düsseldorfer Eisstadion zu teilweise heftigen und völlig überzogenen Gewalttaten des dort eingesetzten Ordnungsdienstes gegen die angereisten Gästefans. Mitte des ersten Drittels wurde ein Fan aus Augsburg vom Sicherheitsdienst ermahnt, dass er sich zu benehmen habe, nachdem sich dieser beim Torjubel -wie so oft üblich- kurzzeitig auf einen Wellenbrecher stellte. Zum Ende des zweiten Abschnitts schoss Augsburg den 4:4 Ausgleich, was im Gästeblock natürlich für ausgelassene Stimmung sorgte. Als oben erwähnter Fan vor Freude mit den Händen einmal gegen die Plexiglasscheibe der Bande schlug (wie es in jedem Eishockeystadion der Welt mehrfach passiert), wurde selbiger wüst von einem Ordner zurückgezogen und mit dem Rausschmiss aus dem Stadion konfrontiert. Auf den Versuch des AEV-Fans, der sich trotz der körperlichen Bedrohung seitens des Ordners hier nur verbal zur Wehr setzte, die Situation durch ein Gespräch verständlich zu machen wurde nicht eingegangen. Als andere Augsburger herbei kamen, um den Sachverhalt zu klären und sich schützend vor den Fan stellten, verloren einige der Sicherheitskräfte die Beherrschung, zogen sich Lederhandschuhe an und gingen übermotiviert und äußerst aggressiv gegen alle anwesenden Fans vor. Auch eine völlig unbeteiligte Frau im Gästeblock bekam dabei ein paar Schläge ab. Nachdem schließlich willkürlich ein weiterer komplett unbeteiligter Fan per Schwitzkasten und weiterer körperlicher Gewalt aus dem Block gezerrt wurde, eskalierte die Situation und es kam zu einem kräftigen Handgemenge zwischen Fans und Ordnern. Bei diesen vom Sicherheitsdienst bewusst provozierten Auseinandersetzungen wurden ein paar Augsburger gewürgt, geschlagen und in einem Fall sogar mit Pfefferspray bedroht. Von der Gegengerade und der Ostkurve (DEG-Fans) kamen einige Fans herbeigeeilt um zu schlichten. Auch die anwesende Polizei erkannte die Verursacher dieser Szenen und gemeinsam gelang es letztlich die Lage zu beruhigen. Anschließend erfuhr man, dass der abgeführte Fan Stadionverbot in Düsseldorf erhalten und ein bundesweites Stadionverbot beantragt werden soll. Nur durch den sehr beherzten Einsatz des Augsburger Fanbeauftragten, welcher die Vorfälle glücklicherweise genauestens beobachtete, konnte selbiges noch an Ort und Stelle zurückgezogen werden. Gegen einige Ordner wurde Anzeige erstattet, vom Sicherheitschef selbst wurde bestätigt, dass falsch gehandelt wurde und sogar in einigen Zeitungen fanden die Vorfälle Erwähnung, wenn auch hier leider oftmals nichts vom Ausrasten des eigentlich für die Sicherheit zuständigen Personals zu lesen war. PRO FANS AUGSBURG |